Asylrecht in Deutschland

Nachdem Anfang der 90er Jahre das Asylrecht in Deutschland erheblich verschärft wurde, sind wir inzwischen fast auf einem historischen Tiefsstand. Im letzten Jahr sind weniger als 100.000 Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Das sind ein bisschen mehr als 1 Promille der Einwohner dieses Landes.

Von Überfremdung zu reden, ist also vollkommener Stuss und entbehrt jeder Realität.

Dazu kommt, dass die Deutschen selbst gar nicht in der Lage sind, die Demographie halbwegs in der Waage zu halten. Die für andere propagandistische Zwecke so schön ausgeweidete Bevölkerungspyramide würde ohne Zuwanderung komplett zusammen brechen.

Aber es geht noch weiter.

In Syrien tobt derzeit ein Bürgerkrieg. Syrien hat gut 20 Millionen Einwohner, von denen im Moment schätzungsweise 1/3 auf der Flucht ist. Der Libanon, ein kleiner Staat nebenan, mit gerade mal 4,5 mio. Einwohnern und einer Fläche so groß wie die Oberpfalz (für nicht-Bayern: das ist der kleinste von 7 Bezirken in Bayern) hat ca. 1 mio. Flüchtlinge aufgenommen.

Wenn man das mal ins Verhältnis setzt, müsste Deutschland etwa 20 Millionen Füchtlinge aufnehmen. Das ist gut 200x soviel, wie wir im letzten Jahr aufgenommen haben.

Aber unsere großzügige Regierung hat sich ja bereiterklärt 5000 Syrern in Deutschland Asyl zu gewären.

Da spielt sich im nahen Osten ein humanitäre Katastrophe ab, an der auch Deutschland mindestens indirekt Anteil hat und wir nehmen lächerliche 5000 Flüchtlinge auf?

Die Moralvorstellungen in diesem Land sind dermaßen kaputt …

Aber wir unterstützen ja lieber die USA und unsere Verbündeten, die Raketen im Wert von mehren Hundert Millionen Dollar auf Syrien schießen wollen.


Kommentare

3 Kommentare zu Asylrecht in Deutschland

    • Seyide schrieb am

      HalloIch sehe das ehrlich gegsat e4hnlich wie Ingo und Blumentopf. Die Beobachtung, dass die Grfcnen, e4hnlich wie die SPD mit Umweltpolitik heutzutage, es nicht geschafft haben, die Leute mit dem Thema Netzpolitik an sich zu binden, obwohl sie auf dem Thema gute Arbeit leisten (und im EU Parlament logischerweise mehr bewirken kf6nnen als die Piraten, egal ob schwedisch oder deutsch), ist erstmal eine Tatsache. Den Piraten gelingt es also, Leute zur Politik zu ffchren, die sich anscheinend auch bei den Grfcnen nicht zu Hause ffchlen.Wenn man die Zahlen aus Berlin betrachtet, heidft das in der Praxis aber eben nicht, dass viele ehemalige Grfcnenwe4hler dann die Piraten we4hlen. Und das, obwohl die Grfcnen in Berlin einen ffcr Grfcne Verhe4ltnisse altbackenen Wahlkampfstil gewe4hlt haben. Nun kann man als Grfcner das natfcrlich als verpasste Chance ansehen, aber eine direkte Konkurrenz entwe4chst den Grfcnen dann bei den Piraten gar nicht so sehr, wie das angenommen wird. Die Piraten sind dann nicht viel mehr Konkurrent als es Linke, SPD oder die FDP (vor der Implosion) sind/waren.Ich glaube viel wichtiger ist es dann, sich da auch fair zu geben, und zu versuchen, auf die Piraten zu- und einzugehen. Das ist ja bei den ACTA Demos zB gut gelungen, oder wenn man sich die Zusammenarbeit innerhalb der Fraktion im EP anguckt. So wichtig Analysen dieses Themas sind, und so unfair das im einzelnen, mit Blick auf die Arbeit von Ska Keller, Jan-Phillip Albrecht oder Malte Spitz dann ist: der Zug ist wahrscheinlich abgefahren, ob die Piraten 2013 in den Bundestag kommen he4ngt mittlerweile wesentlich mehr von den Piraten selber ab als von irgendwem oder irgendwas anderem. Die Zeit bis dahin zu nutzen um sich gegenseitig kennenzulernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszuarbeiten und zu kommunizieren erscheint mir wichtig.Letztendlich ist doch Netzpolitik auch bei den Grfcnen nicht nur ein so grodfes Thema, weil das Thema an sich wichtig ist, sondern auch weil die Konkurrenz durch die Piraten euch dann auch ein wenig dazu zwingt, euch damit auseinanderzusetzen (das trifft auf die anderen Parteien dann natfcrlich auch zu, schadet ihnen aber im Gegensatz zu euch, weil sie kaum passendes und glaubwfcrdiges Personal haben, oder dieses die ganze Zeit torbedieren (Heveling!)). Die Grfcnen hingegen hatten die richtigen Leute an den richtigen Stellen, gehen mit dem Thema souvere4n um und torpedieren diese Leute nicht. Ich denke, das wird bei den Netzaktivisten, Piraten oder nicht, auch anerkannt.Seht uns Piraten gerne als gesunde Konkurrenz, aber bitte nicht als Erzfeinde. Vielmehr sind wir, durch Vernetzungen nach Facebook, und der Glaubwfcrdigkeit bei einer (gerne als unpolitisch beschrienen) Generation, eine Chance, auch eure Politik glaubwfcrdig und schnell an Orte zu transportieren, die ihr sonst nicht so gut (oder fcberhaupt nicht) erreichen wfcrdet, und gemeinsam gute Politik zu machen. Denn um letzteres sollte es uns gehen!Liebe Grfcdfe aus HannoverJustus Rf6meth(Basispirat, und Veranstalter der Demo gegen ACTA in Hannover letztes Wochenende) 0 likes

  1. Patrick schrieb am

    Kapitalismuskritik, my ass. Die Leute sind auf die Stradfe gegangen weil sie bhesir ihren Krempel von Megaupload runtergeladen haben und und jetzt auf dem Trockenen sitzen. ;-)Warum die Piraten mit Netzpolitik assoziiert werden und die Grfcnen nicht: Gibt es sagen wir mal in der grfcnen Bundestagsfraktion *einen* schrulligen Nerd, der im Netz *lebt*? Ich meine nicht blodf twittern und facebooken, sondern, wie Kris Kf6hntopp das mal ausgedrfcckt hat, ein Projekt bei Github haben. Im Netz *leben* eben.Schuld ist die grfcne Basis. Mal so als Beispiel aus eigener Anschauung: Wolfgang Wettach stellt sich mit einer Engelsgeduld bei jeder KMV des Tfcbinger Kreisverbands, der ich bhesir beiwohnte, zur Wahl als Delegierter ffcr BDKs, LDKs usw., bekommt aber regelme4dfig die wenigsten Stimmen aller Kandidaten. Dabei hat Wolfgang praktisch im Alleingang den Web 2.0 Kram im letzten Bundestagswahlkampf im WK Tfcbingen aufgesetzt und betreut. Also meine Beobachtung ist ganz klar: Gewe4hlt wirst du von der grfcnen Basis, wenn du in ein bestimmtes Beuteschema passt: Anti-Atom? Check. Bio? Check. Frau? Check. Netzpolitik? Meh. Nerd? Meh.Wenn sich da nichts e4ndert (und ich glaube nicht daran), mfcssen sich die Grfcnen damit abfinden, dass Netzpolitik ffcr sie ein Thema ist wie Anti-Atom ffcr die SPD: Es wird nie als Markenkern wahrgenommen werden.Dass ich mich, beispielsweise bei der Erstellung des Wahlprogramms ffcr die Landtagswahl, netzpolitisch bei den Grfcnen engagiere, geschieht ausschliedflich aus dem pragmatischen Grund, dass die viel eher in einer Regierungsposition landen als die Piraten. Und da sollen sie nach Mf6glichkeit netzpolitisch was Sinnvolles machen. Oder wenigstens keinen Mist bauen. 0 likes

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