Zur Lage der Piraten

Bei den Piraten zähle ich mich zu den Kernies. Das sind die Mitglieder, die sich vor allem auf die ursprünglichen Ziele der Piraten konzentrieren und diese im Mittelpunkt des Interesses sehen wollen.

Diese Ziele lassen sich kurz mit „Verteidigung der Menschenrechte im digitalen Zeitalter“ zusammenfassen.

Das heisst für mich nicht, dass sich einzelne Leute oder Gruppierungen nicht um andere Themen kümmern sollen oder dürfen, ganz im Gegenteil!
Es heisst für mich, dass andere Themen nicht im Fokus stehen können, sollen und werden.

Und das ist gut so.
Die Grünen waren solange eine gute Partei, wie sie sich primär um Umweltschutz und Frieden gekümmert haben. Inzwischen ist nicht mehr klar erkennbar, wofür die Grünen überhaupt stehen und was sie eigentlich wollen. Sie wabern etwas indifferent zwischen FDP, Union, SPD und Linkspartei hin und her und das Thema Umweltschutz ist nur noch eines von vielen, aber sicher nicht mehr das zentrale. Als Friedenspartei nimmt die Grünen hoffentlich ohnehin niemand mehr ernst.

Den Piraten droht im Moment ein ähnliches Schicksal, da wir uns in den letzten Jahren vor allem von Medienberichten haben treiben lassen. Das hat dazu geführt, dass wir das Programm mit einem Wildwuchs an Themen erweitert haben. An Profil haben wir dadurch nicht gewonnen, sondern treiben in Richtung Beliebigkeit.

Bei den unzähligen Kontakten auf der Strasse in den letzten 12 Monaten ist genau das auch deutlich geworden, denn die Piraten werden ganz und gar nicht (mehr) als die Partei wahrgenommen, die sie einst war.

Das müssen wir schleunigst ändern, wenn wir nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken wollen.


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